Zwei Löcher im Anti-Spam-Gesetz, die ein Prompt trivial nutzt: Ein Agent
kann 64 KB Text einreichen (ElevenLabs stellt die Rechnung, die Ansage
dauert Minuten), und geparkte normal-Ansagen spielen unbegrenzt spät —
„Build fertig" zweieinhalb Minuten nach dem Build ist keine Nachricht.
- queue.max_text (Default 400 Zeichen, Env TALK_MAX_TEXT): längere Texte
werden beim Eintritt an einer Wortgrenze gekürzt und so gesprochen; die
/speak-Antwort meldet truncated, die CLI warnt auf stderr, das MCP-
Ergebnis sagt es im Text. Runen, nicht Bytes.
- queue.max_age (Default 2m, Env TALK_MAX_AGE): Items, die beim
Fälligwerden länger gewartet haben, werden verworfen (discarded
"expired", Protokoll nennt Wartezeit und Grenze). now:true ist
ausgenommen. Rang: now > veraltet > Ruhezeit > Rate-Limit.
- /status trägt "limits": {max_text, max_age}; `talk status` zeigt sie.
- Negative Werte sind Config-Fehler; 0 = unbegrenzt.
Tests: truncateText-Tabelle (Wortgrenze, Satzzeichen, Runen), Enqueue-
Kürzung, decide-Vorrang inkl. now-Ausnahme, geparktes Item verfällt;
Config-Schichten; Prozessgrenze: Provider bekommt die gekürzte Fassung,
dritte von drei Stau-Ansagen wird nie gesprochen.
Co-Authored-By: Claude Fable 5.1 <noreply@anthropic.com>
Zwei Binaries erzeugten den halben Komplexitätsballast: Degraded Mode mit
Lock-Datei und Stale-Lock-Race, „läuft talkd?", Autostart-Konfiguration je
OS, doppelte Chain-Konstruktion in cmd/talk und cmd/talkd — und der
Degraded Mode kannte weder Rate-Limit noch Ruhezeiten.
Jetzt:
- internal/speak: der eine Sprech-Kern (Config + Sink + Kette → Ansage);
Daemon und Direkt-Pfad benutzen ihn, es gibt keine zweite
Zusammensetzung der Kette mehr.
- internal/daemon: Run (der bisherige talkd-Kern), Spawn (detached per
Setsid bzw. DETACHED_PROCESS, stdout/stderr → daemon.log), PID-Datei
daemon.pid, Shutdown-Trigger.
- `talk daemon run|start|stop`: Vordergrund (systemd/launchd), expliziter
Hintergrund-Start, Stop per POST /shutdown — stop wartet, bis HTTP weg
und die PID-Datei gelöscht ist (Prozess wirklich beendet).
- Autostart: say/wrap starten den Daemon beim ersten Sprechbefehl selbst
(daemon.autostart, Default an; Env TALK_AUTOSTART). Verliert ein
paralleler Aufruf das Port-Rennen, erkennt er das am Kind-Ende und nutzt
den Daemon des anderen — kein Timeout-Warten.
- Direkt-Pfad statt Degraded Mode: ohne erreichbaren oder startbaren
Daemon spricht talk direkt (Mute respektiert, kein Lock, Hinweis +
Grund + Log-Pfad auf stderr). Steuerbefehle starten den Daemon bewusst
nicht; `talk status` zeigt „läuft nicht" (Exit 1).
- cmd/talkd und cmd/talk/degraded.go entfernt; README-Daemon-Abschnitt
neu.
Tests: Harness baut nur noch talk und startet `talk daemon run`;
TALK_AUTOSTART=false als Grundausstattung aller Tests (kein Test
hinterlässt Daemons), autostart_test.go schaltet es bewusst an: Autostart
beim ersten say, Idempotenz, paralleler Start in EINE Queue, expliziter
start/stop, Port fremd belegt → Direkt-Pfad ohne Timeout. Cross-Compile
aller sechs Targets mit CGO_ENABLED=0 verifiziert.
Co-Authored-By: Claude Fable 5.1 <noreply@anthropic.com>
CORS allein verhindert nur das Lesen der Antwort, nicht die Wirkung: Ein
POST mit text/plain-Body oder ein Formular-POST geht ohne Preflight raus,
und talkd hat den Body trotzdem als JSON gelesen bzw. /mute, /cancel und
/mcp ohne Body ausgeführt. Jede Webseite konnte so sprechen, muten und
abbrechen.
Neue Middleware vor dem Router: Anfragen mit Origin-Header kommen nur als
OPTIONS /speak (Preflight, ohne Wirkung) oder POST /speak von gelisteter
Origin durch; alles andere ist 403, bevor ein Body gelesen wird. CLI, curl
und MCP-Clients senden keinen Origin und sind nicht betroffen.
Prozesstests angepasst (ungelistete Origin auf /speak → 403, Steuer-
Endpunkte aus dem Browser → 403) und TestBrowserKannNichtSteuern ergänzt,
der den Angriff mit simple requests durchspielt und prüft, dass weder
Provider noch Mute-State berührt werden.
Co-Authored-By: Claude Fable 5.1 <noreply@anthropic.com>
talk läuft als echter Prozess gegen talkd mit Fake-Provider und sink null
(Harness aus Task 04, unverändert erweitert): Erfolg mit Dauer
(sleep-Ansage), Exit-Code-Durchreichung (sh -c 'exit 2' → 2 +
Fehler-Ansage wortgenau), --bar-Shielding-Regression (true --bar →
Exit 0 + Erfolg-Ansage, kein talk-Flag-Fehler), Label-Override per
TALK_WRAP_LABEL, non-blocking (wrap kehrt vor Ansage-Ende zurück,
Befehls-stdout bleibt frei von talk-Zeilen), --wait und Degraded Mode
ohne Daemon (Befehls-Code bleibt).
CORS: Preflight 204+Header von gelisteter Origin, kein ACAO für ungeliste/
leere Liste, Wildcard, nur-/speak, cors-Feld in /status. MCP: kompletter
Handshake als literal JSON-RPC über HTTP, tools/call enqueue sichtbar am
Fake-Provider, muted/rate_limit/quiet_hours als isError:false-Ergebnisse,
Fehlerpfade (-32700/-32600/-32601/-32602), GET /mcp 405.
Kurzes Fenster (1 s): fünf Ansagen → genau eine spielt sofort, low
verfällt beim Eintritt (202 + CLI 'discarded: rate_limit'), normal parkt
(sichtbar in queue_ids/next_slot) und spielt frühestens zum Slot
(Timing-am-Fake gemessen). High-Burst an/aus; now bricht durch Rate-Limit
UND Ruhezeit; Ruhezeit-Fenster künstlich um die lokale Jetztzeit gelegt
→ discard (auch high) und toast (Protokoll-Zeile, kein Provider-Kontakt);
/status- und talk-status-Felder im Default. Harness-Basis: TALK_RATE_LIMIT=0s
— die Task-04-Semantik-Tests erwarten dichtes Durchspielen, Gesetz-Tests
überschreiben bewusst.